Laktoseintoleranz erkennen: typische Symptome

Woran merkt man, dass man eine Laktoseintoleranz hat? Das ist wohl die wichtigste Frage, wenn man ständig mit unerklärlichen Verdauungsbeschwerden zu tun hat, denn nur wenn man weiß, woher sie kommen, kann man gezielt etwas dagegen unternehmen.

Eigentlich ist es ganz einfach, so einen Verdacht einzugrenzen: Man braucht nur über einen Zeitraum von einigen Tagen bis zu einer Woche Laktose zu meiden und zu sehen, ob die Beschwerden dann abklingen. Nimmt man dann wieder Laktose zu sich und die Verdauungsbeschwerden stellen sich wieder ein, ist es sehr wahrscheinlich, dass man zu den Betroffenen zählt.

Aber bei welchen Beschwerden sollte man sich überhaupt fragen, ob man von einer Laktoseintoleranz betroffen ist?

 

Typische Symptome bei Laktoseintoleranz

Was man bei einer Laktoseintoleranz – ganz unabhängig davon, ob man es mit einer "echten", genetisch bedingten LI oder einer sogenannten sekundären, also aus einer anderen Erkrankung resultierenden Milchzuckerunverträglichkeit zu tun hat – immer wieder beobachtet, sind:

 

  • diffuse Schmerzen und Krämpfe in der Bauchgegend,
  • Übelkeit bis hin zum Erbrechen,
  • Blähungen,
  • Völlegefühl,
  • Durchfall.

 

Bei diesen Symptomen merkt man leicht, dass etwas mit dem Verdauungssystem nicht stimmt. Es können aber auch noch andere Symptome auftreten, die man erst einmal gar nicht mit einer Verdauuungsstörung in Verbindung bringen würde, wie zum Beispiel:

 

  • Schweißausbrüche,
  • Schwindel und Kopfschmerzen,
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit,
  • Unruhe und Nervosität,
  • Einschlaf- oder Durchschlafstörungen,
  • Gliederschmerzen,
  • Hautunreinheiten.

 

Genaugenommen sind alle diese Symptome eher unspezifisch. Sie könnten auf eine Laktoseintoleranz hinweisen, aber auch ganz andere Ursachen haben. Dazu kommt, dass eine LI sich bei verschiedenen Menschen ganz unterschiedlich bemerkbar machen kann. Das macht es manchmal auch dem Arzt schwer, die richtige Diagnose zu finden.

 

Diagnose Laktoseintoleranz: Sorgfalt ist wichtig

Um wirklich eine hieb- und stichfeste Diagnose zu stellen, müssen andere Erkrankungen, die ähnliche Symptome verursachen, ausgeschlossen werden können. Sie sollten sich daher nicht wundern, wenn der Arzt sich beim Auftreten dieser Beschwerden nicht gleich auf eine Laktoseintoleranz festlegen will, sondern erst einmal einige Untersuchungen durchführt – das gebietet die ärztliche Sorgfaltspflicht. Einige Darmerkrankungen sehen der Laktoseintoleranz zum Verwechseln ähnlich. Deswegen muss erst geklärt werden, ob sie als Verursacher der Probleme in Frage kommen.

 

Der Laktoseintoleranz-Selbsttest

Auch wenn für eine sichere Diagnose der Gang zum Arzt unerlässlich ist, kann doch jeder mit einem einfachen Laktoseintoleranz-Selbsttest seinen Verdacht überprüfen: Eine Woche lang alle Produkte, in denen Milchbestandteile vorkommen, weglassen und sehen, ob die Beschwerden sich bessern.

Dazu muss man die Zutatenlisten seiner Nahrungsmittel durchlesen und nach entsprechenden Zutaten suchen – siehe unsere Liste. Laktose ist nämlich nicht immer als solche aufgeführt, sondern steckt in vielen möglichen Bestandteilen. Käse und Milch kann man inzwischen durch laktosefreie oder -arme Produkte ersetzen. Bessern sich die Symptome, kann das ein Hinweis auf eine Laktoseintoleranz sein. Stellen sie sich wieder ein, wenn man zu Milchprodukten zurückkehrt, erst recht.

Trotzdem: Das letzte Wort hat der Arzt, denn er kann Tests und Laboruntersuchungen veranlassen, die einen sicheren Nachweis der Laktoseintoleranz ermöglichen.

 

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Laktoseintoleranz erkennen: typische Symptome

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