Diagnose von Laktoseintoleranz

Untersuchungen zum sicheren Nachweis von LI

Der Selbsttest, den wir auf unserer Seite Laktoseintoleranz erkennen beschreiben, kann helfen, einen Verdacht zu untermauern – ein sicherer Nachweis für eine Laktoseintoleranz ist er nicht. Dazu sind Laboruntersuchungen nötig. Erst wenn die Verdachtsdiagnose ärztlich gesichert ist, kann nach den Ursachen einer Laktoseintoleranz geforscht werden.

 

Der H2-Test - die gebräuchlichste Methode

Bei diesem Test wird dem Patienten zunächst eine gewisse Menge Laktose verabreicht, meist 50 Gramm in Wasser aufgelöst. Dann wird in halbstündigen Abständen der Wasserstoffgehalt der Ausatemluft gemessen.

Der Test zeigt, ob der Patient in der Lage ist, Laktose zu spalten und zu verdauen, er verrät jedoch zunächst noch nichts über die Ursachen. Das Unangenehme daran ist, dass dieses Verfahren natürlich auch die typischen Beschwerden auslöst, wenn eine Laktoseintoleranz vorliegt – dafür gilt er allerdings als nahezu unfehlbar.

 

Der Gentest - eher die Ausnahme

Eine Laboranalyse von Blut- oder Mundschleimhautzellen kann Auskunft darüber geben, ob der Patient das Gen besitzt, das für die Laktoseverdauung nötig ist, oder nicht.

Dieses relativ aufwendige Verfahren wird jedoch nicht oft eingesetzt, denn auch wenn man dieses Gen besitzt, kann man eine Laktoseintoleranz zum Beispiel als Folge von Darmerkrankungen bekommen, wie wir auf unserer Seite Ursachen von Laktoseintoleranz erklären. Es kann aber helfen herauszufinden, ob man von einer "echten", genetisch bedingten LI betroffen ist oder von einer sekundären, die auf vielleicht noch unentdeckten Krankheitsprozessen beruht.

 

Laktosebelastungstest: Nachweis im Blutzucker

Hier trinkt der Patient wie beim H2-Test zunächst eine Laktoselösung. Dann wird in Abständen der Blutzuckergehalt gemessen. Wenn man Laktose verdauen kann, wird sie in Glukose und Galaktose aufgespalten und vom Dünndarm aufgenommen, wodurch sich der Blutzuckerspiegel erhöht. Auch hier treten leider die entsprechenden Symptome auf, weshalb der Test oft gleichzeitig mit dem H2-Test durchgeführt wird, um dem Patienten die Belastung einer zweiten Laktosegabe zu ersparen.

 

Biopsie des Dünndarms

Die Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Dünndarm kann Aufschluss über Veränderungen des Darmgewebes geben. Da hierzu eine Sondenuntersuchung nötig ist, wird eine solche Biopsie aber nur selten durchgeführt, zumal die anderen Methoden hinreichend sicher und exakt sind, um eine Laktoseintoleranz nachzuweisen. Sie kann jedoch nötig werden, um die primäre LI von einer anderen Erkrankung wie Zöliakie (Gluten-Unverträglichkeit) zu unterscheiden.

 

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